Abmahnung & Kündigung

Kündigungsarten

Fristlose, verhaltensbedingte, personenbedingte, betriebsbedingte Kündigung
Es gibt u.a. eine fristlose Kündigung, eine ordentliche Kündigung und eine Kündigung nach dem Kündigungsschutzgesetz. Die Kündigung nach dem Kündigungsschutzgesetz beinhaltet verschiedene Kündigungsarten. Hier ist die betriebsbedingte Kündigung, die verhaltensbedingte Kündigung sowie die personenbedingte Kündigung zu finden. Die häufigste Klage bzgl. einer Kündigung ist die Kündigungsschutzklage.

Wann findet das Kündigungsschutzgesetz auf einen Betrieb bzw. auf einen Arbeitnehmer bzw. auf eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses Anwendung?
Eine Kündigung nach dem Kündigungsschutzgesetz kommt nur in Frage, wenn u. a. der Betrieb des Arbeitgebers nach der Zählweise des Kündigungsschutzgesetzes mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt (Achtung: es gibt auch 0,5 und 0,75 Arbeitnehmer) und der zu kündigende Arbeitnehmer länger als sechs Monate im Betrieb tätig ist. Auch auf Teilzeitbeschäftigte, findet das Kündigungsschutzgesetz – sollten die obigen Kriterien zutreffen – Anwendung.

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Wichtige Begriffe
verständlich erklärt

Bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber kommt es auf den Grund an. Im Arbeitsrecht gibt es vier Arten:

Verhaltensbedingte Kündigung: Diese Kündigung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer wegen eines Fehlverhaltens gekündigt worden ist (z. B. dauerndes zu spät kommen, Schlechtarbeit etc.). Diese Kündigung setzt aber immer eine oder mehrere Abmahnungen voraus. Da viele Arbeitgeber nicht in der Lage sind eine Abmahnung richtig zu formulieren, sind diese Kündigungen oftmals unwirksam.

Personenbedingte Kündigung: Hier kann der Arbeitnehmer seine Arbeitsleistung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr erbringen. Beispielsweise der Friseur, welcher eine Haarallergie hat oder ein Fließbandarbeiter, welcher aufgrund eines Knieleidens nicht mehr lange stehen kann. Diese Kündigung ist aber nur dann wirksam, wenn der Arbeitnehmer nicht auf einem anderen freien Arbeitsplatz beschäftigt werden kann und eine negative ärztliche Gesundheitsprognose vorliegt.

Betriebsbedingte Kündigung: Hier kündigt der Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen, beispielsweise weil die Auftragslage um 40% eingebrochen ist oder bei einem Abbau von Arbeitsplätzen aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen oder Outsourcing. Bei einer solchen Kündigung muss eine umfangreiche und schwierige Sozialauswahl durchgeführt werden. Sehr oft ist eine solche Kündigung mangels unkorrekter Sozialauswahl unwirksam.

Fristlose Kündigung: Hier benötigt der Arbeitgeber als Kündigungsgrund einen wichtigen Grund. In Frage kommt z. B. Diebstahl von Arbeitsmitteln oder Geld, Beleidigung des Chefs, körperliche Gewalt gegenüber Vorgesetzten oder Kollegen etc.


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