Arbeitszeugnis & Zeugniscode

Anspruch auf ein wohlwollendes Zeugnis.

Arbeitnehmer haben Anspruch auf ein Zeugnis der Note 3. Erhält der Arbeitnehmer ein Zeugnis, welches der Zeugnisnote 4 entspricht, so hat der Arbeitgeber bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung zu beweisen, dass die Leistungen des Arbeitnehmers dieser Benotung entsprechen.

Möchte der Arbeitnehmer, welcher ein Zeugnis der Note 3 erhalten hat, ein „gutes“ Zeugnis vom Arbeitgeber haben, so hat er bei einer Zeugnisklage vor Gericht zu beweisen, dass seine Arbeitsleistungen der Note 2 entsprechen.

arbeitszeugnis

zeugniscode-arbeitsrecht

Wissenswertes über
Zeugnisformulierungen:

… der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin erfüllte ihre Aufgaben:

  • Note 1 (sehr gut): „stets zur vollsten Zufriedenheit“
  • Note 2 (gut): „stets zur vollen Zufriedenheit“
  • Note 3 (befriedigend): „zur vollen Zufriedenheit“
  • Note 4 (ausreichend): „zur Zufriedenheit“
  • Note 5 (mangelhaft): „im Großen und Ganzen zur Zufriedenheit“
  • Note 6 (ungenügend): „hat sich bemüht die Aufgaben zu erfüllen“

Arbeitszeugnis: Klage vor dem Arbeitsgericht

Arbeitnehmer können vor dem Arbeitsgericht die Ausstellung eines besseren Zeugnisses einklagen. Nach Klageeinreichung bestimmt der Richter einen Gütetermin. Im Idealfall einigen sich beide Parteien auf eine Neuformulierung.

Gibt es keine Einigung, so findet ein zweiter Termin (Kammerverhandlung) statt. In aller Regel endet das Verfahren mit diesem Termin. Entweder, indem sich die Parteien einigen oder mit einer Entscheidung des Richters.

arbeitszeugnis-klage