Was passiert, wenn über die zeitliche Befristung des Arbeitsverhältnisses hinaus weiter gearbeitet wird?

Sollte der Sachverhalt so sein, dass z. B. vereinbart worden ist, dass ein Arbeitsverhältnis nach zwölf Monaten zum 31. 12. endet und der Arbeitnehmer/-in im Januar -ohne, dass eine weitere Befristung des Arbeitsverhältnisses erfolgt ist – dort weiter arbeitet, so wandelt sich das befristete Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Dies bedeutet, sollte der Betrieb unter das Kündigungsschutzgesetz fallen, dass die/der Arbeitnehmer/in nun nicht mehr einfach gekündigt werden kann, sondern da es sich um ein unbefristetes Arbeitsverhältnis nach dem Kündigungsschutzgesetz handelt, kann der Arbeitgeber nur noch aufgrund verhaltensbedingter Gründe oder personenbedingter Gründe oder betriebsbedingter Gründe kündigen.

Die Besonderheit ist nun, dass der Arbeitgeber einen Kündigungsgrund zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses benötigt. Sollte es sich um eine verhaltensbedingte Kündigung handeln, so müsste in diesem Fall zuvor eine Abmahnung erfolgen.